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Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf.
Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik.
Gleich um die Ecke von Todesangst,
nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.
 (Bernd das Brot)

Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung kann Folge eines sehr einschneidenden Erlebnisses sein (wie z.B. Kriegserfahrungen, physische Gewalt, schwere Unfälle, Naturkatastrophen oder sexuelle Übergriffe). Frühere Bezeichnungen waren etwa Kriegsneurose, Unfallneurose oder Rentenneurose.

Das DSM IV definiert drei Symptomgruppen der Posttraumatischen Belastungsstörung:

  • Intrusives Wiedererleben (mind. ein Symptom): Das traumatische Erlebnis wird von der Person im Wachen oder Schlafen auf belastende Weise wiedererlebt. Dabei können nur belastende Gedanken auftreten, oder die Person kann während des Wiedererlebens nicht unterscheiden, ob es sich um Realität oder Illusion handelt. Stimuli, die an das Trauma erinnern lösen schweres Leid aus.
  • Vermeidung und reduzierte emotionale Reagibilität (mind. drei Symptome): Die Patienten vermeiden alles was mit dem Trauma in Verbindung gebracht werden könnte. Die Personen leiden auch an emotionaler Abgestumpftheit, haben ein geringeres Interesse an vorher wichtigen Aktivitäten. Auch zeigen sie Gefühle der Entfremdung.
  • Übererregtheit (mind. zwei Symptome): Die Betroffenen zeigen erhöhte Reizbarkeit und Vigilanz, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und übertriebene Schreckreaktionen.


Die Symptome müssen über einen Monat vorliege und sie müssen klinisch bedeutsame Belastungen oder Beeinträchtigungen in wichtigen Lebensbereichen hervorrufen. DSM IV und ICD 10 sind sich nicht ganz einig, auf welche Symptomgruppe der Schwerpunkt bei der Diagnose gelegt werden soll. (DSM IV legt Schwerpunkt auf Vermeidung und reduzierte emotionale Reagibilität, das ICD 10 auf das intrusive Wiedererleben des Traumas.

 Im DSM IV wird zwischen akuter (kürzer als 3 Monate andauernd) und chronischer (länger als 3 Monate andauernd) Posttraumatischer Belastungsstörung. Studien zeigten, daß es bei ca. 40-50% aller Betroffenen mit posttraumatischen Symptomen zu einer Chronifizierung kommt.

Treten die posttraumatischen Symptome nur 2-30 Tage auf diagnostiziert das DSM IV die akute Belastungsstörung.
Betroffene mit Posttraumatischer Belastungsstörung zeigen ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung von anderen Angststörungen. Auch affektive Störungen, Somatisierung und Substanzmißbrauch treten vermehrt auf.

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